Seyfried, Albinus:
Manuale pro scholae Chemnicensis incipientibus
Chemnitz : Gütner, 1680
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Die erstmals 1399 urkundlich erwähnte Lateinschule am Jakobikirchplatz entwickelte
sich zu einer der vier angesehensten in Sachsen. Gelehrt wurde die Kunst des Briefeschreibens, der geschliffenen Rede, die Kenntnis der antiken Geschichte, Musik, Latein, Griechisch, Hebräisch und Religion, um auf ein universitäres Studium vorzubereiten. Größter Wert wurde auf die perfekte Beherrschung der lateinischen Sprache gelegt. Einerseits sollten die Knaben für den Kirchengesang befähigt werden, andererseits war Latein Voraussetzung für spätere Berufe in Kirche, Verwaltung, Rechtsprechung, Medizin und Handel.

Da die Lateinschule den Ausbildungserfordernissen der Industriellen Revolution nicht entsprach, wurde sie 1835 aufgelöst. Ihr Gesamtbestand ging 1870 durch Stadtratsbeschluss an die Stadtbibliothek Chemnitz.

Heute erinnert an die Lateinschule nur das von Stadtbaurat Richard Möbius als Spolium eingefügte Portal an der Rückseite des 1911 erbauten Neuen Rathauses.
Restaurierungskosten: 702,10 EUR
Eingegangene Spenden: 0,00 EUR
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